Markenfarben im Zusammenspiel von Branding und Website

Viele Unternehmen investieren viel Zeit in die Auswahl ihrer Markenfarben. Trotzdem wirkt der Auftritt später unruhig, beliebig oder nicht wirklich stimmig. Das liegt selten an der Farbe selbst. Meist liegt es daran, dass Farben isoliert betrachtet werden.

Markenfarben funktionieren nicht für sich allein. Sie entfalten ihre Wirkung erst im Zusammenspiel mit Struktur, Inhalt, Typografie und Website. Genau dort setzt meine Arbeit an.

 
 

Farben sind Teil eines Systems

In meiner Arbeit entstehen Markenfarben nie losgelöst. Sie sind Teil eines Gestaltungssystems, das Marke und Website gemeinsam denkt.

Bevor Farben final definiert werden, stehen grundlegende Fragen im Raum:

  • Wie ist die Marke positioniert?

  • Welche Inhalte stehen im Vordergrund?

  • Wie soll die Website genutzt werden?

Erst wenn diese Punkte geklärt sind, wird sichtbar, welche Farben sinnvoll tragen können.
Farben sind kein Startpunkt, sondern ein Baustein innerhalb einer klaren Struktur.

 

Reduktion schafft Orientierung

Eine der häufigsten Ursachen für unstimmige Farbwelten ist eine zu große Vielfalt. Zu viele Farben erzeugen visuelle Unruhe und erschweren die Orientierung, besonders im Webdesign.

Ich arbeite bewusst mit reduzierten Farbpaletten. Nicht aus Prinzip, sondern weil sie funktional sind. Wenige Farben schaffen Klarheit, stärken die Wiedererkennbarkeit und lassen Inhalte wirken.

Eine gute Farbpalette muss nicht auffallen. Sie soll führen, unterstützen und Raum für Inhalte lassen.

 
 

Anwendung ist wichtiger als Bedeutung

Farben werden oft über ihre Bedeutung erklärt.
In der Praxis ist jedoch entscheidend, wie sie eingesetzt werden.

  • Welche Farbe trägt Flächen?

  • Welche lenkt Aufmerksamkeit?

  • Welche bleibt im Hintergrund?

Eine starke Markenfarbe kann im falschen Kontext überfordern. Eine zurückhaltende Farbe kann genau die richtige Wirkung entfalten, wenn sie bewusst eingesetzt wird.

In meiner Arbeit steht deshalb nicht die symbolische Bedeutung einer Farbe im Mittelpunkt, sondern ihre Funktion im Gesamtlayout.

 

Markenfarben im Webdesign

Im Webdesign gelten andere Anforderungen als im klassischen Branding.
Lesbarkeit, Kontrast und Nutzerführung spielen eine zentrale Rolle.

Nicht jede Markenfarbe eignet sich automatisch für Buttons, Hintergründe oder Texte.
Farben, die im Branding stark wirken, können im Interface schnell zu dominant sein oder die Lesbarkeit beeinträchtigen.

Im Webdesign geht es deshalb weniger um einzelne Farben, sondern um ihre Aufgabe.
Manche Farben tragen die Markenidentität, andere sorgen für Orientierung, Kontrast und Nutzerführung. Diese funktionale Betrachtung hilft, Farben gezielt einzusetzen, ohne die visuelle Wirkung der Marke zu verlieren.

So entsteht eine Website, die sich klar an der Marke orientiert und gleichzeitig gut lesbar, verständlich und nutzerfreundlich bleibt.
Gestaltung unterstützt Inhalte und Entscheidungen, statt sich in den Vordergrund zu drängen.

 

Zusammenarbeit statt Bauchgefühl

Farben werden in meiner Arbeit nicht erraten.
Entscheidungen entstehen gemeinsam, auf Basis von Struktur, Inhalten und Zielsetzung.

Das bedeutet nicht, dass Gestaltung technokratisch wird.
Es bedeutet, dass Entscheidungen nachvollziehbar sind und langfristig tragen.

So entsteht eine Farbwelt, die nicht vom Zeitgeist abhängt, sondern die Marke über Jahre hinweg zuverlässig begleitet.

 
 

Fazit

Markenfarben entfalten ihre Wirkung nicht durch Erklärung, sondern durch Anwendung.
Wenn sie Teil eines durchdachten Systems sind, tragen sie Inhalte, unterstützen Orientierung und stärken die Marke nachhaltig.

Wenn Branding und Website gemeinsam gedacht werden, entstehen Farbwelten, die ruhig wirken, klar funktionieren und nicht ständig neu hinterfragt werden müssen.

Genau darin liegt für mich gute Markenarbeit.

 
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